Irish International Tournament 2016

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Letzte Woche verschlug es fünf Bamberger ins nahegelegene Dublin. Eine ganze wunderschöne Woche durften wir irische Luft atmen und am dortigen Juggergeschehen teilhaben.

In guter Tagebuchmanier beginnen wir unsere Reise an einem Montagmorgen: Wie man es nicht anders von einer Turnierfahrt erwartet, treffen wir uns in aller Frühe am Trainingsplatz, packen die Pompfen ein und fahren mit Lucas gen Frankfurt. Leider sitzen wir nicht alle im gleichen Flugzeug, weswegen wir zunächst Marius am Flughafen abliefern und uns dann Richtung Palmengarten begeben.
Bei schönstem Wetter fahren wir dort Boot und sehen uns den wunderschönen Park an, gehen shoppen und begeben uns schließlich wieder zum Flughafen. Dort müssen wir uns von Lucas verabschieden, denn leider konnte er uns nicht mit nach Irland begleiten.
Erschöpft und müde erreichen wir noch später unser Hostel und fallen in einen wohlverdienten Schlaf.
Am Dienstag werden wir von strahlendem Sonnenschein begrüßt und wir beschließen, das perfekte Wetter für einen Ausflug nach Howth und an die Klippen Irlands zu nutzen. Zunächst streifen wir am Hafen und an dutzenden Fischrestaurants vorbei, dann geht es hinauf auf die idyllischen Klippen. Verschwitzt, doch mehr als zufrieden befällt uns die geniale Idee, uns im Meer abzukühlen. Zunächst suchen wir einen geeigneten Platz an den Klippen, um ins Wasser zu steigen, doch dann finden wir sogar einen ganzen Strand und binnen Sekunden standen wir im kühlen Nass.
Doch damit war der Dienstag noch nicht vorbei. Am späten Nachmittag durften wir dem Training von Setanta – der Irischen Juggermannschaft – beiwohnen und wurden bereits auf erste Unterschiede zu den deutschen Regeln hingewiesen. Das Training selbst war unglaublich hart und jeder Bamberger ging bis an seine Grenzen, um bei den Gastgebern einen guten Eindruck zu hinterlassen. (Wir haben uns natürlich einige ihrer Methoden abgeschaut und tatsächlich auch schon im eigenen Training umgesetzt.)
Ab Mittwoch verwöhnten uns die Iren mit einem täglichen Programm. So ging es dann, unter Führung von Mark Hill, an den Killiney Beach und von dort aus den Killiney Hill Park nach oben bis zum Obelisken. Leider hatten wir nun nicht mehr so viel Glück mit dem Wetter und mussten uns durch Regen bis nach oben kämpfen und leider wurde auch dort unsere Aussicht stark getrübt. Dennoch ein wunderbares Erlebnis und eine sehr schöne Erfahrung. Den Abend ließen wir dann mit leckeren selbstgemachten Wraps ausklingen.
Am Donnerstag durften wir uns wie eine echte Touristengruppe fühlen und wurden durch Dublin geführt. Vorbei an verschiedenen Parks und Squares, bis hin zur Christ Church Cathedral. Fast direkt im Anschluss ging es zu einem Pub Crawl und wir probierten das Nationalgetränk Irlands: Guinness. Bis zum letzten Pub hielten wir allerdings nicht durch, denn wir wollten ja fit für das Training am nächsten Tag sein.
Mit dem Freitag rückte auch das Turnier immer näher und inzwischen waren so ziemlich alle anderen Juggerteams angereist. Auf dem Turniergelände – in guter irischer Manier war das natürlich ein Rugby-Verein – lernten alle die Unterschiede zwischen den deutschen und den irischen Regeln kennen. Diese waren teilweise sehr gravierend und hatten einen ganz besonderen Einfluss auf das Spielgeschehen. Angefangen damit, dass das Spielfeld kein Achteck, sondern ein Rechteck ist, über die Pinnregel, nach der man nicht auf den nächsten Stein warten muss, bis hin zum extrem härteren Läuferkampf. Aufgrund der hohen Verbreitung von Rugby ist es nur verständlich, dass die Iren sich daran messen, wenn es um Jugger geht. So ist es erlaubt, zu tacklen und den Jugg sogar zu treten – doch alles unter dem Gedanken einer wichtigen Regel: Niemals mehr Kraft verwenden, als nötig.
Das offene Training brachte neben einem besseren Regel-Verständnis auch Unmengen an Spaß. Die Spieler konnten sich auf rein freundschaftlicher Ebene miteinander messen und sich mental auf das Turnier vorbereiten. Doch damit war der Freitag noch lange nicht vorbei. In einem der vielen Pubs wurde extra für den wilden Juggerhaufen eine Open Mic Talent Night veranstaltet und wir wurden neben dem irischen Flair auch noch mit Live-Musik aus erster Hand verwöhnt.
Der erste Turniertag brach an und nachdem auch die letzten Pompfen ausgebessert und gecheckt wurden, konnte das Turnier endlich beginnen. Für dieses Turnier schlossen sich die Bamberger mit Jens aus Karlsruhe und Micha und Rasmus von Pink Pain zusammen und spielten als „the fatty and the fast ones“. Gleich im ersten Spiel haben wir gut aufgedreht und siegten mit einem sehr eindeutigen 11:2 gegen die amerikanischen Redbacks2. Unser zweites Spiel verlief schon deutlich knapper gegen Setanta2, doch auch hier konnten wir uns letzten Endes den Sieg erkämpfen mit einem 8:5. Im dritten Spiel traten wir gegen die Flying Juggmen an und lange war es ein ausgeglichenes Spiel, doch zuletzt mussten wir uns mit einem 5:8 geschlagen geben.. Als nächstes folgte wohl unser härtester Gegner auf diesem Turnier, doch wir waren nicht demotiviert als wir gegen die spanischen Juggmasters antraten. Zwar konnten wir keinen Gegenjugg erzielen, doch kämpften wir bis zum Schluss und verloren schließlich mit einem 0:9.
Aufgrund des heftigen Regens waren damit jedoch leider auch schon alle Spiele für diesen Tag vorüber und die Spieler konnten sich erholen und beim anschließenden Programm mit einer irischen Sagenerzählerin entspannen. Wir ließen den Abend mit guten Gesprächen und der ein oder anderen Tanzeinlage ausklingen.
Sonntag erwarteten uns noch einmal vier Spiele und der Tag begann mit einem starken und eindeutigen Sieg gegen die Canadas Pants. In einem sehr harten Spiel gegen die erste Mannschaft der Redbacks wurde jeder Jugg mit einem Gegenjugg gleichgesetzt und ging am Ende sogar bis hin zum Golden Jugg. Leider verloren wir diesen letzten Punkt und es endete 5:6. Nun begannen die Platzierungsspiele und wir spielten zuerst gegen die Living Undeads. Wir behaupteten uns sehr gut gegen diese starken Gegner doch zogen wir hier am Ende den kürzeren mit einer knappen 6:8 Niederlage. Nun ging es im letzten Spiel um die endgültige Platzierung und unsere Gegner waren die Phoenix Rose, die sich jedoch auf Grund hoher Verletzungsquote mit den Redbacks2 zusammengeschlossen haben. In einem gut gelaunten Spiel erzielten wir auch hier noch einmal einen Sieg mit und gingen als 18. Platz aus dem Irish International Tournament hervor!!
Jetzt hieß es, schnell zurück ins Hostel und alle Sachen packen, damit wir früh sofort zum Flughafen starten konnten, doch konnte uns das dennoch nicht davon abhalten, uns noch einmal mit allen Juggerspielern aus Irland, Amerika, Australien, Spanien, Neu Seeland und natürlich Deutschland zu treffen und auf der After-Party etwas Stimmung zu verbreiten.

Das Turnier, sowie die gesamte Woche waren einfach perfekt. Die Erfahrungen und all die netten Menschen kennen zu lernen, kann uns jetzt keiner mehr nehmen. Wir konnten Kontakte über den gesamten Globus knüpfen und dabei Irland von seiner besten Seite genießen. Und wer weiß? Dem ein oder anderen wurde der Mund schon ganz wässrig für nächstes Jahr gemacht und vielleicht finden wir uns dann sogar mit einem kompletten Bamberger Team wieder.

Vielen Dank an alle Spieler und ganz besonders an die irische Orga. Ihr habt es geschafft, nicht nur ein wunderbares Turnier auszurichten, sondern auch einen unvergesslichen Urlaub zu bescheren.
Laura, Marius, Nena, Theresa, Tobias

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